In vielen Haushalten werden bestehende Privathaftpflicht-Policen seit Jahren nicht geändert

Neue Versicherungsverträge sichern teilweise mehr Risiken ab, als noch vor Jahren möglich war und auch die aktuell angebotenen Versicherungssummen sind, angepasst an die Preissteigerungen, um einiges höher. Wer keinen zeitgemäßen Versicherungsschutz hat, muss daher damit rechnen, dass Schäden, die in neueren Policen mit abgedeckt wären, nicht oder nur zum Teil versichert sind. Passiert nichts, braucht man die Versicherung zwar meist jahrelang nicht und es fällt dann auch nicht auf, wenn der Vertrag nicht mehr zeitgemäß ist. Doch im Ernstfall drohen existenzgefährdende Leistungslücken, die durch eine stetige Aktualisierung des Versicherungsschutzes vermieden werden könnten.

Versicherungssummen müssen ausreichend hoch sein

Veraltete Haftpflicht-Policen weisen oftmals zu niedrige Versicherungssummen (Fachjargon: Deckungssummen) auf. Da die Haftung im Schadenfall unbegrenzt ist, gilt bei der Versicherungssumme: je höher, desto besser! Policen mit nur einer Million Euro oder weniger für Personen- und Sachschäden sind schon längst nicht mehr zeitgemäß und werden auch nicht mehr angeboten. Die heute üblichen fünf, zehn oder mehr Millionen Euro bieten entscheidend mehr Sicherheit.

Manche neue Risiken sind extra zu versichern

Die Privathaftpflicht-Versicherung gilt für die meisten privaten Lebensbereiche. Viele zusätzliche Risiken sind in den neueren Policen gegen Aufpreis oder auch kostenlos mitversichert, was bei älteren Verträgen nicht immer der Fall ist.

Die folgende Checkliste hilft, eventuelle Lücken im Versicherungsschutz zu erkennen:

  • Sind Kinder inzwischen volljährig?
  • Lebt ein alleinstehendes Elternteil mit im Haushalt?
  • Ist man als Tagesmutter/-vater tätig?
  • Ist ein Öltank vorhanden?
  • Ist ein Hausbau oder ein größerer Umbau geplant?
  • Werden Wohnräume oder eine Einliegerwohnung im eigenen Haus vermietet?
  • Hat man eine Photovoltaikanlage errichten lassen?
  • Wurde eine Immobilie im Ausland erworben?
  • Sind größere Haustiere, zum Beispiel Hunde oder Pferde, aufgenommen worden oder werden sie gehütet?
  • Wird die Jagd ausgeübt?
  • Werden Modellfahrzeuge benutzt?
  • Befinden sich Wasserfahrzeuge im Besitz?
  • Werden motorbetriebene Kleinfahrzeuge wie Aufsitzrasenmäher oder Kinderfahrzeuge gefahren?
  • Sind ehrenamtliche oder berufliche Risiken dazugekommen?
  • Ist ein längerer Auslandsaufenthalt geplant?
  • Besteht Versicherungsschutz, wenn man von einem anderen geschädigt wurde, der keine Privathaftpflicht- Police hat oder aus seinem Vermögen den Schaden nicht begleichen kann (Ausfalldeckung)?

Ihr Ansprechpartner
Jürgen Schulz

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0421 - 34855-77