7 Tipps zur Senkung der Versicherungsbeiträge

Insbesondere in den aktuellen Zeiten ist es hilfreich, wenn man seine Versicherungsbeiträge senkt.

Wie man das richtig macht, ohne auf wichtige Absicherungen zu verzichten zeigen wir euch mit diesen 7 Tipps:

Doppelte Versicherungen kündigen
Wir treffen häufig auf doppelte Versicherungen. Das sind meistens private Haftpflichtversicherungen, Hausratversicherungen und Rechtschutzversicherungen.
Eine Doppelversicherung entsteht meistens, wenn ihr mit euren Partner*innen in die erste gemeinsame Wohnung zieht, aber auch noch viele Jahre nach dem ersten „Zusammenzug“ treffen wir bei neuen Kunden auf zu viel Absicherung.

Doppelte Versicherung bedeutet auch doppelte Kosten, denn bei der Haftpflicht- und Rechtschutzversicherung ist ein Familientarif / Paartarif wesentlich günstiger als zwei Single-Tarife. Bei einer Hausratversicherung kommt hinzu, dass eine doppelte Versicherung nicht bedeutet, dass doppelt gezahlt wird. Denn jeder Schaden wird nur einmal begleichen.

 

Gesetzliche Krankenkasse wechseln
Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen liegt aktuell bei 1,3 %. Vom zurzeit geringsten Zusatzbeitrag von 0,69 % bis hin zu den Spitzenreitern mit 1,60 % besteht ein großer Unterschied.
 Ein Wechsel ist unkompliziert, ihr müsst nur einen Antrag bei der Krankenkasse eurer Wahl einreichen.



Achtet aber darauf, nicht nur auf die Höhe des Zusatzbeitrages zu schauen. Zusatzleistungen, Service und Bonusprogramme können auch wichtig für euch sein.

 

Verträge auf neueste Tarife umstellen
Die Versicherer optimieren ständig ihre Tarifbedingungen. Eure Verträge werden jedoch nicht automatisch auf das neue Tarifwerk umgestellt. Je älter eure Verträge sind, desto wahrscheinlich ist es, dass ihr ein altes oder sogar veraltetes Tarifwerk besitzt.
 Oft müsst ihr nicht mal den Versicherer wechseln, denn häufig reicht die Umstellung auf das aktuelle Tarifwerk. Nach der Umstellung habt ihr in der Regel die gleichen oder sogar besseren Leistungen – aber günstiger.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung überprüfen
Wirklich jeder, der auf sein Arbeitseinkommen angewiesen ist, sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Leider sind aber nicht alle Verträge optimal ausgestaltet.

Versteht unseren Tipp nicht falsch und kündigt eure Berufsunfähigkeitsversicherung nicht.
Aber wir empfehlen euch, die Berufsunfähigkeitsversicherung kostenlos und unverbindlich prüfen zu lassen. Tatsächlich lässt sich hier hin und wieder sogar mit einem besseren Versicherungsschutz noch Geld sparen.
 Denn im Laufe eures Berufslebens hat sich vielleicht das Risiko für den Versicherer verringert. Wir prüfen das gern für euch und ihr spart dann evtl. Beträge.

 

Versicherungen mit Beitragsrückgewähr
Es gibt noch immer viele Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr. Oft wurde bei dem Abschluss versprochen, dass man seine Beiträge zurückbekommt, wenn man bis zum Ende der Versicherung „Leistungsfrei“ geblieben ist. 

Leider sind diese Tarife in der Regel aber nur ein Marketingtrick, denn kein Versicherer schenkt euch etwas.

Wir bevorzugen Tarife, die keine Überschüsse generieren, sondern bei denen eure Beiträge von Beginn an niedriger sind. Ihr spart somit sofort jeden Monat Geld, welches ihr bestimmt für andere Dinge gut gebrauchen könnt.

 
Auf jährliche Zahlweise umstellen
Bei vielen Versicherungen könnt ihr mit der Umstellung auf eine jährliche Zahlweise ordentlich Geld sparen. Im Vergleich zur monatlichen Zahlweise ist meist eine Ersparnis von 4 % möglich. Das macht bei einer einzelnen Haftpflichtversicherung natürlich nicht viel aus. Wenn ihr aber Hausrat-, Rechtschutz-, u.s.w umstellt, dann spart ihr ordentlich ein.


Selbstbehalt erhöhen
Typisch für Selbstbehalte / Selbstbeteiligungen sind Kfz- und Krankenversicherungen. Bezeichnet wird damit der Betragsanteil, den ihr im Schadenfall selbst übernehmt.

Wann lohnt sich das? 

Jeder kann sich leicht selbst ausrechnen, wie lange er schadenfrei sein muss, damit sich der Selbstbehalt lohnt. Die Formel lautet: Höhe des Selbstbehaltes geteilt durch den Beitragsunterschied zwischen den Tarifen mit und ohne Selbstbehalt ergibt die Anzahl der Jahre.

Beispiel Kfz-Versicherung: 
( Jahresbeitrag ohne Selbstbehalt = 250 € | Jahresbeitrag mit 150 € Selbstbehalt = 220 € ) 
Ihr spart also jedes Jahr 30 € und eure Selbstbeteiligung ist 150 €. Habt ihr also alle 5 Jahre einen Schaden, dann läuft die Ersparnis gegen null. Habt ihr seltener Schäden, habt ihr eine Ersparnis.

In der privaten Krankenversicherung ist die Rechnung noch einfacher, denn da gilt die Selbstbeteiligung nicht pro Schaden, sondern pro Jahr.

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Die Burghard Stöver Methode

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